Sandra und Markus berichten
Cape Epic 2009
Im März ging es für Sandra und mich wieder zum Cape Epic nach Kapstadt in
Südafrika. Dem größten, besten und härteste Etappen-Rennen der Welt.
Seit Oktober 2008 liefen für uns die Vorbereitung für das große Rennen, nachdem
wir 2008 auf Platz 4 gefinischt hatten, wollten wir unbedingt aufs Podium
fahren.
Unser Training haben wir auf Grund unser Erfahrung der letzten beiden Jahren
optimiert und im November ging es dann richtig Los. Am Anfang lief alles nach
Plan, unsere Sponsoren haben uns optimal versorgt.

Axel Burkhardt und Marc Grandmontagne von Adidas haben uns mit allem was wir
fürs Wintertraining brauchten ausgestattet.
Micha Wilpert und Alexander Dierig von Checker pig haben uns wieder zwei Race
pig Carbon MTB gesponsert, von Suzana Vidovic bekamen wir zwei German answer
Federgabeln, unserer Meinung nach die beste Federgabel der Welt und Georg Plett
von Continental versorgte uns mit den richtigen Reifen.
Im Dezember traten dann die ersten großen Schwierigkeiten auf, der kalte Winter
hatten unsere Wälder mit einer dicken Eisschicht überzogen, Mountainbiken mit
normalen Reifen war n icht mehr möglich, zum Glück schickte uns Georg Plett
gleich Conti Spikes Reifen, so dass wir wenigsten die Hälfte vom Training auf
unseren MTB absolvieren konnten, die andere Hälfte verbrachten wir im Medsport
Fitnessstudio auf der Rolle. Dadurch wurde die Kondition zwar sehr gut, aber ein
Fahrtechniktraining war nicht möglich.

Wir flogen rechtzeitig nach Kapstadt um uns an das Klima zugewöhnen und wollten
noch ein paar mal am Tafelberg trainieren, wo das Rennen mit dem Prolog
startete. Da machte uns ein Feuer einen Strich durch die Rechnung, der Tafelberg
stand mehrere Tage in Flammen.
Da hatten wir jetzt genügend Zeit uns die Konkurenz an zu schauen und es wurde
uns klar, dass das mit dem Podium extrem Schwierig werden würde. Um überhaupt in
die Top 10 zu fahren, müßte schon alles perfekt klappen. Top Mix-team aus der
ganzen Welt waren am Start.
Am 21.03.09 war es dann soweit, der Prolog am Tafelberg stand an: 16km 600hm
hören sich nicht schlimm an, aber die Strecke hatte es in sich, ein klassische
CC-Strecke mit 15% steilen Schotteranstiegen, schnellen sandigen Abfahrten und
vielen Singltrails. Wir gingen das Rennen schnell, aber kontrolliert an, um
nicht schon am ersten Tag zu stürzen und kamen als Neunter ins Ziel.
1. Etappe: Gordensbay-Villersdorp 110km 2770hm
Heute wollten wir unsern 9 Platz verteidigen und in den Top 10 bleiben. Unsere
Beine fühl ten sich prima an, die Physitherapeutinnen vom Adidas Team hatte
gestern super Arbeit geleistet. Es ging gleich mal einen langen Pass hinauf und
die anderen Mix-Teams legten ein Tempo vor als ob das Rennen oben schon zu Ende
wäre, obwohl ich Sandra zog, wurden wir von vielen Mixteams überholt. Oben ging
es dann in die Singletrails und auf den nächsten 50km arbeiteten wir uns auf
Platz 5 vor. Bei km 80 kam dann das, wo wir überhaupt nicht mit gerechnet
hatten, ich bekam Krämpfe. Das gabs noch nie. Die letzten 30km waren die Hölle
für mich und ich konnte mich nur noch in Sandras Windschatten als neunter ins
Ziel retten. Schade Sandra ist heute super stark gefahren und hätten einen Top 5
Platz verdient gehabt.
2. Etappe Villersdorp Rundkurs 120km 1550hm
Nach dem Axel und sein Adidas-Team uns wieder psychisch und physisch Aufgebaut
hatten, fühlten wir uns ganz gut am Start. Ließen es aber ruhig angehen, damit
nicht wieder so ein Tag wie gestern wird.
Heute ging es durch die Halbwüste, das hieß extreme Hitze, Staub und Sand. Man
musste gut mit Flüssigkeit versorgt sein, weil es dort keine Verpflegungsstellen
gab. Heute haben wir ein starkes Finish hingelegt und konnten uns auf Platz
sieben in der Gesamtwertung vorarbeiten. Unser Race pig hat optimal funktioniert
und die Race King Tubless Reifen sind super gut.
3. Etappe Villersdorp-Greyton 85km 1950hm
Heute war es richtig Heiß und wenig Schatten, aber es lief gut. Wir mußten
insgesamt ca 10km unsere MTB`s tragen, in der Disiplin sind wir kaum zu schlagen
und haben viel Boden gut gemacht. Sandra ist wieder sehr stark bergauf gewesen
und auch in den schwierigen holprigen, unwegsamen Abfahrten sind wir inszwischen
sehr schnell, obwohl man hier den Heimvorteil der Afrikaner und Südländer
merkt.Wir haben auch heute unseren sieben Platz in der Gesamtwertung verteiligt.
4.Etappe Greyton Rundkurs 101km 2300hm
Heute sollte der leichteste Tag sein, gut das wir nicht dran geglaubt haben.
Zwar ging es am Anfang im Windschatten flott über Sandpisten, doch das ständige
auf und ab kostete sehr viel Kraft und zum Schluß kamen zwei heftige Reisser,
dass uns die gute Laune das erste mal verging und die ersten Schimpfwörter zu
hören waren, den anderen ging es auch nicht besser und so konnten wir unsern
siebten Platz verteidigen.
5. Etappe Greyton-Oak valley 113km 2405hm
Heute wollten wir noch einmal weiter nach vorne fahren, haben einen guten Start
erwischt und lagen nach 50km sehr gut im Rennen, dann hat Sandra extreme
Knieschmerzen bekommen, so dass wir erst einmal zu Fuß weitergehen mußten. Sie
hat sich dann mit viel Tränen bis ins Ziel gekämpft und sich dann wieder in die
Hände unserer Physiotherapheutin Sonja begeben. Heute sind wir in der
Gesamtwertung auf den achten Platz abgerutscht.
6.Etappe Oak valley 120km 2600hm
Und wieder klingelt der Wecker um 4:15 Uhr, ein letztes mal Früh aufstehen, denn
morgen ist der Start nicht um 7:00Uhr sondern, erst um 9:00Uhr.
Nach dem gestrigen Tag haben wir heute sehr vorsichtig angefangen, nachdem wir
gemerkt haben das Sandras Knie hält, haben wir das Tempo fociert und uns wieder
nach vorne gekämpft. Leider hatten wir heute ein größeres Problem mit dem
XTR-Umwerfer, der hat sich wohl durch einen Steinschlag verbogen.
Nach der Reparatur lief es prima und die Singletrailstrecke hat sehr viel Spaß
gemacht. Sind immer noch auf Platz acht in der Gesamtwertung.
7.Etappe Letzter Tag Oak valley-Lourensford 70km 1770hm
Heute hat es noch einmal richtig Spaß gemacht, hatten super Beine und ein tolles
Rennen auf einer tollen Strecke. Zum Abschluß Platz sechs in der Tageswertung
und Platz acht in der Gesamtwertung geht in anbetracht der starken
internationalen Konkurenz in Ordnung.
Unser eigesetztes Material hat die ganzen Strapazen bestens überstanden, das
Checker pig Race pig war uns ein Treuer Begleiter bei diesem Abenteuer. Wir
hatten keinen Platten und trotz Hardteil hatten wir einen guten Dämpfungskomfort
dank German answer, Race King Tubless und unserer super Adidas Radlhosen.
Vielen Dank an allen, die uns so super unterstützt haben.
Wir freuen uns schon wieder auf nächstes Jahr und vielleicht geht da noch ein
bischen mehr!
Gruß Markus und Sandra

28.03.09 13:00
So jetzt haben wir es geschafft. Hatten heute ganz gute Beine und haben
uns ein heftiges Rennen mit den Japanern, Afrikaner und Israelis geliefert. Uns
hat es heute noch mal so richtig Spaß gemacht.
27.03.09 19:16
Hallo Leute , letzte Nacht im Zelt, letzte mal um 4.00Uhr aufstehen um
als erster am Klo zu sein, frühstücken ohne Hunger zu haben, um kurz vor sieben
im Startblock zu frieren, und dann im Staub durch Afrika rasen!
Sandra: Hurra Knie hat gehalten und heute war ne echt schöne Etappe!" Just
Cruising" wie es hier so schön heißt!
27.03.09 12:33
26.03.09 15.09
Hi, es gibt Tage da verliert man, am Anfang lief es super, Sandra war
bergauf und bergab!! sau schnell, bei km 50 lagen wir vor dem Team Kraft/Kubis,
dann hat Sandra extreme Knie schmerzen bekommen und wir mussten Tempo
rausnehmen, mit viel Tränen hat sich Sandra ins Ziel gekämpft, jetzt schauen wir
mal wie es morgen weitergeht.
25.03.09
14.58
Hallo daheim, heute sollte die leichteste Etappe sein, gut das wir das nicht
geglaubt haben. Die ersten 90 km ein ständiges berauf und ab, zum Schluss zwei
heftige Reisser, das ist uns die gute Laune endgültig vergangen und ersten
Schimpfwörter waren zu hören, den anderen ging es auch nicht besser und so
konnten wir unseren 7 Platz verteitigen.
24.03.09
14:58
Hier ist es richtig heiß und wenig schatten, heute lief es gut, obwohl wir
insgesamt ca.10km die MTB`s tragen mussten. Sandra ist wieder bergauf sehr stark
gewesen, konnten am Berg und auf der Piste Zeit gut machen, die wir in den
Abfahrten wieder verloren, obwohl wir nicht langsam waren. Die fahren hier wie
die Verrückten, jeden Tag brechen sich hier welche die Knochen. Immer noch auf
Platz 7, wird schwer sein den zu halten, wir haben praktisch die Japaner
Amerikaner, Israelis, Australier, Afrikaner und ein Italienisches Mix im Nacken!
Gruß aus dem schönen Greyton
23.03.09 16.20
Hi, heute lief es wieder gut, haben die erste Stunde vorsichtig
begonnen, weil wir heute durch die Halbwüste mussten, Als wir merkten, das es
ganz gut läuft, haben wir uns nach vorne gearbeitet. Jetzt sind wir auf den 7.
Platz in der Mixed Gesamtwertung.
22.03.09 17.00
Hi, heute war mein härtester Renntag den ich je erlebt hab. Am ersten
Berg wurden wir von 15 Teams überholt, obwohl ich Sandra zog. Dann haben wir uns
auf den nächsten 50km bis auf Platz 4 vorgekämpft, Sandra war super schnell. Bei
km 85 habe ich Krämpfe bekommen und die letzten 30 km waren die Hölle für mich.
Schade heute hätten wir alle überraschen können.
21.03.09 16.28 Uhr
Hi liebe Leute, der erste Renntag ist geschafft und mit dem 9. Platz aufgrund der Starken Konkurrenz recht zufrieden. Sandra ist nur einmal leicht gestürzt und die Beine fühlen sich nach der Massage wieder gut an, so das wir morgen den 9.Platz verteidigen wollen.
19.03.09 7.50Uhr
Der
Tafelberg brennt!
D.h. eigentlich nicht mehr! Nachdem wir die Nacht von Montag auf Dienstag in
einer Räucherkammer verbracht haben und von Sirenengeheul und Aufregung wach
gehalten wurden hat sichs jetzt scheinbar ausgebrannt und der Prolog kann
stattfinden. Naja wir werden sehen und halten Euch auf jeden Fall auf dem
laufenden!
Ganz liebe Gruesse
Sandra und Markus
17.03.09 20.00Uhr
Hallo Deutschland,
nach dem gestrigen Eingewoehnungstag, ging
es heute zum trainieren auf die Prologstrecke.
In kurzer Hose und kurzem Trikot! Wobei es nicht wirklich heiß ist, angehneme 20 Grad mit stürmischem Windböen.
Schon nach den ersten Metern wurde uns klar, dass wir uns auf ein Cross Country Rennen einstellen müssen und nicht auf eine
klassische Zeitfahrstrecke.
Der erste Anstieg gleichmal 15% Steigung auf grobem
Schotter und losem Geröll. Dann ging es mit heftigem Gegenwind den Tafelberg
entlang. Dann kam eine heftige Trailabfahrt (die
Sandra gleich dreimal fahren durfte, weil sie so schön war) und dann ging es
über Singletrails wieder Richtung Kapstadt. Wobei
Markus sich dann gleich einmal ordentlich den Reifen aufgeschlitzt hat
und die letzten 3km zu Fuß gehen durfte.
Grüsse Sandra und Markus